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Das Jammbado Enduro Camp 2006 in Bilstain Belgien aus Sicht des Jammbado Teams
Roland Elze alias Relze 1 Endlich ist es Donnerstagnachmittag als Pappe, meinen Wohnwagen und mich in Ratingen abholte. Schnell verluden wir die Motorräder und machten uns auf den Weg nach Bilstain, dem lange ersehntem Event entgegen. Die Vorfreude ließ die Zeit wie im Flug vergehen und nach Einbruch der Dunkelheit hatten wir das Endurogelände in Bilstain erreicht. Als einzigste auf weiter Flur, richteten wir in aller unseren Wohnwagen her und hauten uns aufs Ohr. Es war eine laue Nacht, für diese Jahreszeit zu warm und mild. Am nächsten Morgen, gerade rechtzeitig zum Frühstück kamen auch die anderen dazu. Es wurde in großer Runde gefrühstückt und mein Wohnwagen war noch nie so voll wie an diesem Morgen. Stefan hatte die vorangegangene Woche bereits die meisten Strecken abgeflattert, so dass wenig zu tun war und wir so die Zeit mit Diskussionen über die Strecke und ähnlichem verbrachten. Auch dieser Tag neigte sich dem Ende, ohne dass besondere Vorkommnisse zu erwähnen wären. Das Wetter schien zuhalten, besser noch, es sah sehr viel versprechend aus. Bilstain im Dezember zum ersten Advent bei Sonnenschein, über 10° und trocken, sehr ungewöhnlich. Es war wie im Urlaub! Letztes Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits über 10 cm Neuschnee und fallende Temperaturen.
Burkhard Pohl alias Shiatzo Es roch nach einem perfektem Wochenende und wir freuten uns alle auf das bevorstehende Rennen. Mittlerweile waren schon viele der genannten Teams eingetroffen und fanden sich bei der technischen Abnahme ein, die ohne weitere Zwischenfälle und bis in die Nacht hinein verlief. (Keine Brülltüten oder Ölverpester )
Kurz gesagt, alle Teilnehmer bekamen ihre Plakette. Es wurde viel gelacht und jede Menge Schabernack getrieben. Schließlich hatten viele der Fahrer sich über ein Jahr nicht gesehen und einer der Teilnehmer hatte sogar noch die Plakette vom vergangenen Jahr an seinem Motorrad. Auf die Frage ob er etwa zuletzt beim Jammbado 2005 gefahren sei, kam ein knappes, ja. Na das kann ja heiter werden, dachte ich. Bis 23:00 Uhr hatten etwa 50 Fahrer ihre Papiere abgeholt. Einige Teams hatten recht ungewöhnliche Transpvehicel, was der Stimmung keinen Abruch tat. Besonders diese Kombination erfreute sich aüsserster Beliebtheit!
Der Rest der120 genannten Fahrern war noch auf der Anreise. In den letzten drei Jahren hatte sich die Teilnehmerzahl fast verdreifacht und auch das Niveau ( fahrerich ) war deutlich gestiegen. Das Konzept des Jammbado Enduro ging auf, immer mehr Teams schienen sich dafür zu interessieren. Besonders die Idee des Teamwettkampfes fand mehr und mehr Zuspruch. Kurz vor 23:00 Uhr erschien Herbert Lenz ( Team Jammbado ), machte seine technische Abnahme und legte sich dann direkt aufs Ohr, völlig fertig von der langen Anreise.
Herbert Lenz in Action -------------------------------------------------------Herbert in Satysfaction Mathias Richter und Roland Elze die beiden fehlenden Mitglieder des Jammbado Teams befanden sich immer noch auf der Anreise! Samstag 6 Stunden Enduro mit 11 Sonderprüfungen und 2 Stunden Nachtfahrt Samstagmorgen wurde dann alles schon viel hektischer und ein buntes Treiben in alle Richtungen begann. Mittlerweile waren auch die beiden anderen Teamfahrer Roland und Matthias eingetroffen. Die Wettervorhersage lautete auf Regen der gegen Nachmittag einsetzen sollte, deswegen sicherten wir unsere Box im Fahrerlager mit einem Bierpavillon. Unzählige Bananen, Apfelsinen und anderes Obst wurde ins Fahrerlager geschleppt um die sechs Stunden einigermaßen durchstehen zu können. Die Einführungsrunde sollte Herbert fahren, da er Strecke und Gelände so gut wie nicht kannte. Mittlerweile war das Fahrerlager voll geworden und viele bekannte Gesichter grinsten in die Landschaft. Gegen 12:00 Uhr sollte die Einführungsrunde stattfinden und die Nervosität der einzelnen Fahrer stieg merklich.
Herbert Lent, Mathias Richter, Burkhard Pohl, Roland Elze kurz vor dem Start zum 6 Stunden Enduro Dann endlich war es soweit, die Motoren heulten auf und die Startflagge wurde gesetzt. Stefan Reinert gab die Einführungsrunde frei. Mehr als 30 Fahrer setzten sich mit heulende Motoren in Bewegung und starteten zur ersten Runde und einer gesamt Distanz von mehr als sechs Stunden die es nun am ersten Fahrtag zu bewältigen galt. Über 90 Fahrer waren noch im Fahrerlager und warteten darauf, dass ihre Teamkollegen aus der Einführungsrunde zurückkamen. Die Spannung war so präsent dass der Eindruck entstand Sie mit dem Messer schneiden zu können. Das Geräusch der Motoren wurde leiser verschwand ganz und schwelte dann langsam wieder an, um sich dem Fahrerlager wieder zu nähern. Das bedeutete der Start stand unmittelbar bevor, nun wurde es tatsächlich ernst. Immer noch schien die Sonne und auch die Temperaturen waren fast wie im Frühling. Einige Fahrer fuhren nur mit Weste, andere sogar nur mit dem Fahrershirt. Aufgrund unseres Teamnamens ( Jammbado ) hatten wir die Stadtnummer eins, dementsprechend war auch unsere Aufstellung, in der ersten Startreihe.
Unsere Strategie hatten wir folgendermaßen besprochen, soviel wie möglich der 11 Sonderprüfungen zu fahren, nur die jenigen auszulassen die eine Gefahr für die Fortsetzung des Rennens darstellten. Stefan Reinert zeige die Startflagge und das Rennen begann. Die Strecke führte ein kurzes Stück über Asphalt, eine steile Straßenauffahrt hinauf die mehr als glatt war, dann über einen normalen Forstweg zu dem großen Schotterplatz, hinab in den Bach. Da ich die Strecke von uns vieren am besten kannte war es meine Aufgabe an der Spitze zu fahren kurz darauf erreichten wir die erste Sonderprüfung, die True de Renare. Im Vorfeld hatten wir beschlossen diese auszulassen da sie für unsere Begriffe nicht sicher fahrbar war und somit ein zu hohes Risiko darstellte. Stattdessen fuhren wir die abgesteckte Hauptstrecke am Bach entlang, dann wieder in den Bach hinein über die Schräge zum Wurzelhang. Hinter uns hörten wir bereits Team II ( Bilstain ) aufschließen. Die Bilstainer hatten wenig trainiert und waren nicht so gefährlich wie die Jahre davor. Die zweite Sonderprüfung ( der Wurzelhang ) fuhren wir alle und die ersten Plastikteile verteilten sich in der Prüfung nach dem Roland sich geschickt in einen Baum einfädelte. Mit den ersten verdienten Punkten ging es Richtung Märchenwald. Die dritte Sonderprüfung stand an, ein kurzes, breites und steiles Stück, durchsetzt mit Wurzeln und Steinen, nass und glitschig. Anschließend wurde es zu einem Singletrail, die sich durch den gesamten Märchenwald schlängelt und dann über den Forstweg bis runter zum Bach zum großen Platz führt. Auch hier sammelten wir unsere Punkte, und jagten auf Sonderprüfung nummer vier zu. Die kleine Wand ( Die folgende Bilderserie ist von der dirtgirl page ) thx (.- Tja und wie man an den folgenden Bildern sieht spielten sich hier einige spektakuläre Szenen ab. (Unsere Fahrer kamen hier relativ gut weg, während viele Versuche anderer Teams im Bach endeten) Herbert und ich hatten im Vorfeld beschlossen diese Sonderprüfung auszulassen, da wir der Meinung waren dass sie mehr Kraft kostet als Punkte brachte. Roland und Matthias stellten sich der Aufgabe, Runde für Runde . Jammbado und Bilstain 99 in Teamwork
Mathias hatte es voll drauf, er fuhr fast jedesmal fehlerfrei durch die Prüfung
Da kann ich nur anerkennend zuschauen
Roland stellte sich dieser Prüfung jedesmal und erkämpfte wertvolle Punkte
Gewisse Kontollverluste werden durch Rodeoeinlagen kompensiert!
Haupsache es geht nicht zurück und abwärts
Sofort ist das Team zur Stelle und zieht den Kollegen nach oben
Schöne Studie von Teamwork, die Pussys ziehen wärent die Männer punkten! Übrigens Roland hat dieses Jahr den zweiten Platz in der gesamt Wertung der IGE geholt! Respekt und Herzlichen Glückwunsch Weiter ging es den Übungshang hinauf, links in den Forstweg und dann seitlich am Hang in den kleinen Pfad der über die schrägen Felsen führt. Der Weg schlängelt sich durch den Wald hinunter bis zur Autobahn, seiner Zeichen sonderprüfung Nummer 5. An dieser Sonderprüfung der Autobahn spielten sich ebenfalls wahre Dramen ab. Oft sah man fluchende Fahrer die sich und ihre Maschinen in der Auffahrt verteilten.
Waren die Fahrer bei der Auffahrt noch nach hinten von ihren Maschinen gekippt so purzelten Sie jetzt nach vorne über ihre Lenker bei der Steilheit der Abfahrt.
Auch hier hatten wir kaum Probleme und konnten diese Sonderprüfung jede Runde nehmen. Nach der Abfahrt ging es nach einer 90° Kurve direkt in den Bach, dessen steiniges Bett uns alle Kraft abverlangte.
War der Bach geschafft, folgte die Sonderprüfung die Todesschlucht.. Hier standen zwei Optionen an, man konnte rechts über die Steine oder links am Rande des gesamten Geländes wobei welches als die schwierigere von beiden galt. Mir lag die zweite Variante am besten und ich konnte problemlos fast jede Runde dort Punkten. Nach dieser Prüfung ging es ein ganzes Stück über kleine Pfade richtung Motocross Bahn die völlig zerbombt nicht gerade leicht fahrbar war. Ich nutze die Motocross Bahn, um mich zu schonen und neue Kräfte zu sammeln. Es folgte die Sonderprüfung sieben, der Hamburger Downhill. Schwierigkeit hier war es die knifflige Einfahrt zu treffen.
Hier hatte Herbert einen schweren Sturz. er war zu langsam in die Schlüsselstelle reingefahren und kurz bevor er oben war seitlich wieder in die Hauptstrecke zurück gestürzt. Ab da hatte sein Lenker einen Höhenunterschied von mindestens 2 cm. Hatte man die Einfahrt erst geschafft, war der Downhill über das Feldplateau rasch erledigt. Ein kurzes Stück Forstweg folgte um direkt Platz für drei weitere Sonderprüfung zu schaffen die nicht gerade einfach schienen. So waren die Punkte das glitschige S und die kleinen Steine noch die einfachen, lehrte der Prüfungspunkt, die Baumstämme so manchen das fürchten. In dieser Sektion standen viele Fahrer, erholten sich, sammelten Kräfte, oder einfach nur Mut. Auch hier machten wir viele Punkte da wir alle Sektionen fuhren. Nun kam ein wunderbares Stück Wiese wo man den Motor so richtig ausdrehen konnte. Durch die idealen Bedingungen hatte der Boden wunderbarem Gripp und es war einfach herrlich über die Strecke zu knallen. Kurz vor dem Ziel gab es eine weitere kleine Prüfung die aus einer kleinen Auffahrt bestand die sich wie eine Schlange durch den Wald wand. Über ein kurzes Stück der Sumo WM Strecke erreichten wir Start und Ziel Sprachen uns kurz ab, um dann in die nächste Runde zu gehen. Nach etwa drei Stunden und einen Platten an Rolands Vorderrad fuhren wir zum ersten Mal in die Box. Hastig betanken wir die Maschinen aßen etwas und reparierten den Plattfuß. Obwohl es noch recht früh war machte sich bereits die Dämmerung bemerkbar. Viele der anderen Teams hatten bereits ihre Scheinwerfer an. Mittlerweile war es auf der Strecke bereits leerer geworden da viele Teams Gott weiß wo steckten. Die mehr als 120 Fahrer verteilten sich so dass man auf manchen Passagen völlig alleine unterwegs war.Vielleicht lag es auch daran daran dass viele Teams in den Sonderprüfung steckten und so das Feld ausdünnten. Die Dunkelheit kam.
Ich hatte mir eine Zusatz - Scheinwerferanlage für den Helm gebaut, insgesamt über 70 Watt. Zusammen mit meiner normalen Standardlichtanlage hatte ich mehr als ausreichend Licht. Überall sah man jetzt die kleinen Lichterketten der anderen Teams, die sich wie Perlenschnüre durch das Gelände schlängelten.
Runde um Runde drehten wir in völliger Dunkelheit, die Sicht beschränkt auf die Lichtkegel unserer Scheinwerfer. Immer noch versuchen wir uns an den Sonderprüfungen, aber die fünf Stunden Fahrzeit machten sich bemerkbar.
Die Kräfte und die Konzentration ließen nach und immer mehr Fahrfehler schlichen sich ein. Ein Teufelskreis, durch die Fahrfehler entstanden Stürze und die Kosten natürlich noch mehr Kraft. Besonders in den Sonderprüfung machten sich die fehlenden Kräfte bemerkbar.
Durch einen taktichen Fehler, brauchten wir fast eine Stunde für die vorletzte Runde da wir uns in der Todesschlucht verkaspert hatten.
Schließlich war auch die letzte Runde geschafft und nach einer Fahrzeit von über sechs Stunden gab es auch für uns die, ersehnte Zielflagge zu sehen.Wir hatten einen akzeptablen fünften Platz herausgefahren mit der Option nach oben. Im vergleich zum letzten Jahr war ich Topfit und freute mich über die gelungene Tombola die Stefan und Jessi mit vielen Preisen veranstalteten. Sonntag 4 Stunden Team Enduro Nach einer erholsamen Nacht und einem dem neuen Renntag angemessenen Frühstückt, starteten wir etwa gegen 10 Uhr zum 4 Stunden Team Enduro. Diesesmal starteten wir von der fünften Position und legten sofort ein ordentliches Tempo vor. Die Streckenführung war ähnlich die des Vortages, bis auf eine Schleife in Höhe des Märchenwald. Runde um Runde spulten wir so ab, wobei sich die Strecke in gewissen Abschnitten immer mehr verschlechterte. Teilweise wurde es so schlecht das manche Fahrer echte Schwierigkeiten mit der Hauptrunde hatten!
Hier an dieser Stelle die am Tage vorher problemlos bewältigt wurde, purzelte es gegen Ende des 2 Fahrtages immer öfter.
Roland und Matthias kurz vor dem glitchigen S ( Sonderprüfung Samstag ) Nach zwei Stunden gingen wir zum ersten Mal an die Box, tankten die Maschinen auf und führten den mittlerweile ziemlich erschöpften Körpern neue Energien zu. Irgendwie war mein Benzinkanister verschwunden und ziemlich genervt schnorrte ich mir einige Liter zusammen ( danke an die Spender ) in der Hoffnung so über die Runden zu kommen. Etwa eine Stunde vor Schluss versagte mir mein Motorrad auf der Cross-Strecke. Urplötzlich starb der Motor ab und weder orgeln noch kicken halfen. Wir einigten uns das Herbert alleine weiterfahren sollte, da es offensichtlich war das ich raus bin. Kaum war Herbert losgefahren, sprang die KTM wie durch ein Wunder wieder an. Ich gab ordentlich Gas um Herbert vor der Zieldurchfahrt einzuholen. In lezter Sekunde erreichte ich mein Team und so konnten wir gemeinsam 2 weitere Runden fahren bevor wir die Zielfagge sahen Mathias in der letzten Runde, das Ziel greifbar,
gefolgt von Roland ,
Burkhard und Herbert mit Vollgas, auf den letzten Metern alles gebend.
Insgesamt erreichten wir 12 Runden und konnten uns im Gesamtergebniss auf den Platz 4 verbessern.
Mit diesem Ergebniss verabschieden wir uns von einer für uns erfolgreichen Saison 2006 und freuen uns auf 2007
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--------------------------------------Boxencrew für Enduranceday 2006 gesucht Da sich unsere alte Crew dieses Jahr selbst im Starterfeld befindet, suchen wir noch zwei Betreuer und einen Mechaniker die dem Jammbado Team beim Siegen helfen. Wer also Spaß an echtem Rennflair auf internationalem Niveau hat, technisch begabt ist, und durchhalten kann, der sollte sich hier vorstellen! Verpflegung und alles weitere wie die Benutzung unseres Werkzeuges sind kostenfrei! Da Giovanni Sala in den Fahrpausen für uns kocht, brauchen wir keinen Koch!
Hier anmelden Kiffa - Kayes -------------------------------------------- Euch allen ein gutes neues Jahr , viel Erfolg und Gesundheit! Natürlich gehört auch immer eine Portion Glück dazu wie Ihr
Euer Jammbado Enduro Rallye Team --------------------------------------------------- Nennung für den Enduranceday 2006 sind ist raus ---------------------------------- Anfang Januar für alle Teamfahrer und die Dreckenacher ein gemeinsames Training ------------------------------------------- Jammbado Team 1 Platz 5 Enduro Camp Bilstain Jammbado Team 2 Platz 8 Enduro Camp Bilstain ------------------------------------------- Jammbado Enduro Camp 26 Teams sind bereits am Start ---------------------------------------------------- |
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